Ich spiele mit Gesten, Alltagsgegenständen und einer begrenzten Raumanordnung. Inspiriert vom Künstler Erwin Wurm entwerfe ich mit Bewegung und einen bestimmten Materialbezug tänzerische bzw. performative Skulpturen und bringe sie mit meinen daily dances in Verbindung. Auszüge aus dem Journal: Der Wohnraum und Gegenstände der täglichen Versorgungshandlungen wie Kochen und Aufräumen sind Umfeld und Ausgangspunkt. Welchen Grad, welche Potenz an Veränderung braucht das Gewöhnliche oder das Routinierte, damit es anders aussieht oder ich es abweichend von Bekanntem erlebe. Ich wähle Settings mit Tisch, Wand oder Küchenmöbel aus, um mit Material und ausgewählten Objekten zu explorieren. Im Improvisieren damit werden meine Bewegungen gestischer, minimalistischer und auch theatraler. Ich untersuche: Was ist eine alltägliche Handlung? Was ist eine tänzerische Handlung? Was ist eine skulpturale Handlung? Lässt sich eine skulpturale Handlung in eine tänzerische Handlung überführen? Und wieder zurück? Was ist das Wesen von Skulptur? Was ist meine Definition von Skulptur? Was ist das Wesen von Tanz? Was ist meine Definition von Tanz? Was ist der Übergang vom Performativen zum Skulpturalen? Was -genau- passiert in mir, wenn eine ungewöhnliche Handlung zu einer gewöhnlichen Handlung wird? Ich spiele mit Formation und Deformation, mit begrenztem Raum und unbequemen Posen.


























